Die „Goldene MOPO“: So denkt der Kiez über die Probleme der Zeit!

Moin,

Pandemie, Energiekrise, Personalnot: Was uns alle gebeutelt hat, kristallisierte nirgendwo so unmittelbar wie auf dem Kiez. Da, wo Glanz und Gloria genau wie ruppige Feierwut zu Hause sind. Wo die Menschen das gesamte spektakuläre Spektrum dessen abbilden, was diese Stadt zu bieten hat. Wo in guten Zeiten gutes Geld verdient wird. Und wo auch sichtbare Not und Elend immer Teil des Deals waren. Mit der „Goldenen MOPO“ widmen wir dem Leben rund um die Reeperbahn und den Menschen, die dort arbeiten und wohnen, heute eine Schwerpunktausgabe und fühlen ihnen den Puls. Pünktlich zum nach der berühmten Straße benannten Musik-Festival. „Golden“ ist diese Ausgabe, weil die Redaktion für diesen Tag eine Außenstelle in einer der wohl härtesten Kneipen der Stadt bezogen hat: dem „Goldenen Handschuh“ am Hamburger Berg. Nicht, dass das wertvolle Edelmetall dort zuhauf zu finden wäre. Aber am Tresen der legendären Kaschemme trifft seit Jahrzehnten eine abenteuerliche Mischung von Menschen aufeinander: hängen gebliebene Nachtschwärmer, arme Schlucker, Arbeiter, Manager und Künstler-Typen – alle da. Und so viel barrierefreies, ungefiltertes echtes Leben – das ist doch Gold wert.

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Innensenator, St. Pauli-Präsident, Graffiti-Legende: Wer uns alles im „Handschuh“ besuchte und wie der Tag in der ungewöhnlichen Redaktions-Außenstelle ablief, lesen Sie hier.

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Niemand kennt den Kiez besser als er: Thomas S. (43) sitzt seit zehn Jahren vor dem Penny-Markt auf der Reeperbahn. Messerstechereien, Schießereien, Totschlag – der Mann mit Glatze, Bart und Kilt hat alles gesehen, war zigfach Zeuge vor Gericht, wurde selbst mehrfach brutal verprügelt. Doch er bleibt. „Nirgendwo erlebe ich so einen Zusammenhalt wie hier“, sagt der Mann im Schneidersitz, den hier jeder kennt und grüßt. Meine Kollegin Viola Dengler hat sich einen Tag zu ihm gesetzt, um von ihm das Geheimnis St. Paulis zu erfahren. (M+)

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Corny Littmann (69) war Präsident des FC St. Pauli und in den 80er Jahren als Politiker der Grünen aktiv. Er setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Homosexuellen ein, ist Schauspieler und Regisseur, Besitzer der Schmidt-Theater am Spielbudenplatz, Bar-Betreiber und Strippenzieher auf dem Kiez. Wenn einer sich rund um die Reeperbahn auskennt, dann er. Im MOPO-Interview wagt er einen Blick in die Zukunft der Spaß-Meile – und zeichnet ein düsteres Bild. (M+)

Einen goldenen Herbst-Freitag wünscht Ihnen

Maik Koltermann
[email protected]

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Author: Mathis Neuburger